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„Zärtlichkeit im Herzen – Strenge im Blick“ – Zwischen Pflicht und Sehnsucht, gestern und heute
Vortrag und Gespräch
Sonntag 20.09.2026 – Praxis Bedenk-zeit – 14 – 18 Uhr
Auf mehrfachen Wunsch hin werde ich meinen Beitrag zum Festival „Bühne der Macht“ vorstellen.
Auf mehrfachen Wunsch hin werde ich meinen Beitrag zum Festival „Bühne der Macht“ vorstellen.
(mehr …)In Anlehnung an Joseph Roths Roman Radetzkymarsch rückt das Thema ‚Emotionen‘ in den Fokus. Erfahrbar wird, warum Anpassung an Konventionen oft auf Kosten von Lebendigkeit geht. In der Welt dieses Romans wird augenfällig, was geschieht, wenn Sehnsucht und Erwartungen auseinanderdriften – ein Thema, das auch unsere Gegenwart stark berührt.
Wie finden wir Zugang zu unseren eigenen Gefühlen? Wie bahnen wir einen guten Weg zwischen Pflicht und Neigung?
Wie können wir uns als Personen zwischen Freiheitsanspruch und Anpassung an vorgegebene Trends und Üblichkeiten finden?
Wie können wir den Fallstricken einer nur noch erfolgstaktischen Strategie der Selbstoptimierung entgehen?
Entfernen uns die KI-gesteuerten Gleichschaltungstendenzen nicht weiter denn je von unserer Sehnsucht nach zwischenmenschlicher Begegnung, Freundschaft und Liebe? -
Menschenrechte der Anderen
Philosophischer Salon auf der Burg – Prof. Dr. Alfred Hirsch – Vortrag und Diskussion
Donnerstag, 24.9.2026 – 19 Uhr
Angesichts der gegenwärtig prekären Lage der Menschenrechte weltweit darf ein Diskurs, der ihre Stärkung will, nicht allein aus einer aufklärerisch westlichen Perspektive argumentieren. Es ist zum einen eine Neubegründung der Menschenrechte zwischen den Kulturen notwendig – und zum anderen dürfen wir nicht mehr das autonome Subjekt der philosophisch idealistischen Tradition ins Zentrum der Rechtsbegabung stellen. Wir sollten die Menschenrechte als vorrechtliche Ansprüche der Anderen begreifen.
Prof. Dr. Alfred Hirsch, lehrt Philosophie an der Universität Witten-Herdecke. Studium der Philosophie, Germanistik und Politikwissenschaft in Münster, Hamburg, Paris und Bochum.
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Von Angst, Mut und Zivilcourage: Über die bleibende Bedeutung der Tapferkeit
Philosophischer Salon auf der Burg – Dr. phil. Kathi Beier – Vortrag und Diskussion
Donnerstag, 22.10.2026 – 19 Uhr
Wenn Menschen etwas für gefährlich halten, fürchten sie sich – und das ist gut so. Denn wer Gefahren nicht ernst nimmt, kann durch sie umkommen. Zugleich ist es wichtig, sich von der Furcht nicht hemmen zu lassen, sondern genügend Mut aufzubringen, um der Gefahr zu begegnen. Denn wer seine Furcht nicht auch überwinden kann, wird wertvolle Ziele nicht erreichen. Tapferkeit gilt als die Tugend, die uns dazu disponiert, die Affekte Furcht und Mut so zu empfinden, dass gutes Handeln möglich ist. Lange Zeit zählte sie zu den Haupt- bzw. Kardinaltugenden. Heute jedoch wird sie ambivalent betrachtet. Angesichts neuartiger Technologien der Kriegführung und in zunehmend post-heroisch eingestellten Gesellschaften sehen viele in ihr kein erstrebenswertes Ideal mehr.
Der Vortrag erläutert die tugendethischen Grundlagen der Tapferkeit und fragt nach ihrer heutigen Relevanz. Welche Formen der Tapferkeit lassen sich unterscheiden? Ist Tapferkeit als Charaktereigenschaft obsolet geworden? Oder wird sie in der einen oder anderen Form gerade in Demokratien dringend gebraucht? Und schließlich: Wie wird man eigentlich tapfer?
Dr. phil. Kathi Beier lehrt an der Universität Bremen und leitet ein wissenschaftliches Netzwerk zur Philosophie der Charakterbildung.
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Sanftmut – die Stärke der Stille(n)
Philosophischer Salon
Sonntag 25.10.2026 – 14 Uhr bis 18 Uhr
„Wir haben, unter dem Vorwand eines Zwangs zur totalen Transparenz, (…) noch nie so viel versteckt. Sanftheit kann in einem exhibitionistischen Regime nicht gedeihen. Die der Sanftheit gemäße Region ist der Halbschatten.“ (Anne Dufourmantelle)
Seit der Antike wird der Sanftmut eine besondere Kraft zugerechnet, sowohl was das Wesen der Sanftmütigen angeht sowie im Blick auf ihre besondere Kraft der Zuwendung.
Aus philosophischer Sicht steht Sanftmut den Leidenschaften keinesfalls entgegen, sondern bahnt ihnen auf besondere Weise einen besonderen Weg.
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Leben im Zeitalter des Zorns
Philosophischer Salon
Sonntag 29.11.2026 – 14 – 18 Uhr
Antike Philosophen nannten die Wut einen vorübergehenden Wahnsinn. Heute nutzt man Wut als Köder (rage-bait), indem man absichtlich verletzende bzw. wütend machende
Online-Inhalte verbreitet. Das Ziel ist, starke Empörung hervorzurufen. Nutzer sollen das Material kommentieren, teilen und anklicken, nicht zuletzt um Werbeeinnahmen zu steigern.
Wir leben andauernd im „Zeitalter des Zorns“. Nach Pankaj Mishas brillanter Analyse aus dem Jahr 2017 hat sich diese Lage im Grunde noch verstärkt.
Die Anzahl der Zornbereiten nimmt kontinuierlich zu. Da keine(r) sich davon freisprechen kann, fordert diese Emotion zu näherer Betrachtung heraus.
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