Veranstaltungen

IN DER EMOTION GEFANGEN

Psychogramm eines Rachsüchtigen

Willi Achten zeichnet in seinem neuen Roman „Nichts bleibt“ das Portrait eines Menschen, der in Rachsucht gefangen ist. Die Philosophin Heidemarie Bennent-Vahle stellt das Werk vor. Sie erklärt, wie Zorn und Vergeltungssucht Oberhand gewinnenn können, wenn man die eigene Verletzlichkeit, Trauer und Hilflosigkeit verleugnet.

Ethik heute

Philosophie in der Burg – Vom Wert des Zuhörens

Vortrag – Diskussion

„Einer der Gründe, warum man in der Konversation so selten verständige und angenehme Partner findet, ist, dass es kaum jemanden gibt, der nicht lieber an das dächte, was er sagen will, als genau auf das zu antworten, was man zu ihm sagt. Die Feinsten und Gefälligsten begnügen sich damit, während man es ihrem Auge und Ausdruck ansehen kann, dass ihre Gedanken nicht bei unserer Rede sind, sondern sich eifrig mit dem beschäftigen, was sie sagen wollen. Sie sollten bedenken, dass es ein schlechtes Mittel ist, anderen zu gefallen oder sie zu gewinnen, wenn man sich selbst so sehr zu gefallen sucht, und dass die Kunst, gut zuzuhören und treffend zu antworten, die allerhöchste ist, die man im Gespräch zeigen kann.“
(François de la Rochefoucauld)
Gilt diese Beobachtung de la Rochefoucaulds nicht mehr denn je? Welche besondere Bedeutung kommt dem Hören zu? Was heißt es eigentlich, zuzuhören? Muss es gelernt und geübt werden? Worin liegt die Besonderheit dieses Weltzugangs?
Inspiriert durch die Gedanken einiger Denker und Dichter, aber auch durch naturwissenschaftlic­he Quellen wollen wir über diese Fragen nachdenken und uns austauschen.

Burg Frankenberg Do 15.11.2018, 19:00h

Selbsterkenntnis für Mutige

Selbstverwirklichung ist ein großes Thema in unserer Gesellschaft. Doch was bedeutet es überhaupt, sich selbst zu verwirklichen? Und was meinen wir damit, wenn wir davon sprechen, uns selbst nah oder fremd zu sein? In unserer Gesellschaft, in der es um Selbstverwirklichung und Selbstoptimierung geht, ist die Gefahr groß, dass wir hochgesteckten Idealen hinterherlaufen. Indem wir gedankenlos den Imperativen der Leistungsgesellschaft folgen, verlieren wir nicht nur den Kontakt zu uns selbst, sondern auch zu den Menschen um uns herum.

Das eigentliche Problem der Menschheit sei die Selbsttäuschung, sagte die Philosophin Hannah Arendt. Es bedeutet zum einen, die inneren Wirklichkeiten nicht wahrhaben zu wollen und zum anderen die innere Stimme des Gewissens zu überhören. Doch wie kommen wir der Selbsttäuschung auf die Schliche? Ist es vorstellbar, ganz und gar ohne Selbstbetrug zu leben? Diesen Fragen wollen wir uns im Workshop zuwenden, um durch Nachdenken, Gespräch und Übung sensibler für die innere Wirklichkeit zu werden. Wir werden auch gemeinsam meditieren.

Welche Art von Bildung brauchen wir?
Bildung und Weiterbildung in Philosophischer Praxis

XXXIII. Kolloquium der Internationalen Gesellschaft für Philosophische Praxis

„Eines der größten Probleme der Erziehung ist, wie man die Unterwerfung unter den gesetzlichen Zwang mit der Fähigkeit, sich
der Freiheit zu bedienen, vereinigen könne.“ (Kant)
Dieses Dilemma der Erziehung steht seit der Aufklärung im Zentrum des Nachdenkens über Bildung und beschäftigt uns bis heute.
Inzwischen, spätestens seit den Bildungsreformen der jüngeren Vergangenheit, ist das Thema Bildung zum heiß umstrittenen
Gegenstand kontroverser gesellschaftlicher und politischer Diskussionen geworden. Die in der Bildungslandschaft vorgenommenen
zahllosen Reformen und Umstrukturierungen werden von vielen als höchst bedenklich eingeschätzt.
Philosophie ist erneut herausgefordert, sich einige zentrale Fragen zu stellen: Welche Qualitäten benötigen Menschen für eine
zukunftsfähige Welt? Braucht der Erhalt von Demokratiefähigkeit und politischer Mündigkeit gezielte neue Bildungsmaßnahmen?
Welche Aufgaben fallen hier der Philosophischen Praxis zu? Wie können Philosophische PraktikerInnen sich konkret einbringen?
Diesem facettenreichen Fragehorizont wollen wir uns auf dem diesjährigen Kolloquium zuwenden. Dabei greifen wir auf neue
interaktive Arbeits- und Diskussionsformate zurück, um möglichst intensiv miteinander ins Gespräch zu kommen und konsensfähige
Ergebnisse anzustreben.

26. – 28. Oktober 2018 in Baunatal

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