Vergangene Veranstaltungen

  • „Das Wagnis der Öffentlichkeit:Politische Stile bei Hannah Arendt”

    Dr. Ole Meinefeld

    Do, 23.4.2026 – Burg Frankenberg – Einlass 18.30 Uhr, Beginn 19.00 Uhr

    Über Personen wird in der Politik leidenschaftlich gestritten. Die einen fordern charismatische Persönlichkeiten wie Willy Brandt oder Winston Churchill, die anderen klagen über immer mehr „Personalisierung”.

    Aber welche Erwartungen an Politikerinnen und Politiker sind in der Demokratie eigentlich angemessen? Ole Meinefeld diskutiert diese Frage in seinem Buch: Eine lebendige Demokratie braucht Personen, die das „Wagnis der Öffentlichkeit” (Hannah Arendt) eingehen und eine Öffentlichkeit, die sich über die Kriterien verständigt, mit denen sie über politische Stile urteilt.

    Dr. Ole Meinefeld, Philosoph und Politikwissenschaftler, promoviert an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er leitet die Grüne Akademie, einen Think Tank der Heinrich-Böll-Stiftung. 

    Sein Buch, „Das Wagnis der Öffentlichkeit: Politische Stile bei Hannah Arendt“, erschienen im Campus Verlag, aktualisiert Arendts Denken für die gegenwärtigen Debatten über die Zukunft der Demokratie. 

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  • Die neuen Schmerzen der Liebe

    Salon zu Eva Illouz

    So, 21.06.26 – Praxis Bedenk-zeit – 14.00 bis 18.00 Uhr

    In ihrem Buch „Warum Liebe weh tut“ liefert Eva Illouz eine äußerst beeindruckende und scharfsinnige Analyse der Liebe in der Gegenwartszeit. Sie zeigt uns, wie und warum im Zuge der Modernisierung ganz neuartige Qualen der Liebe entstanden sind, Qualen, denen wir durch psychologisch versierte Methoden zu entrinnen suchen. Wir sezieren und erklären unsere Gefühle, bis sie sich in Wohlgefallen aufgelöst haben. Wir berechnen, dosieren, durchleuchten und kontrollieren die Liebe, bis sie einem ökonomischen Nutzenkalkül sehr ähnlich geworden ist. Wir fühlen uns sexuell befreit und unterwerfen uns doch zugleich den oberflächlichen Bewertungsrastern sexueller Attraktivität. Am Ende aber, im Falle des Scheiterns, stehen wir mehr denn je als ganze Person auf dem Prüfstand. Vielleicht aber, so legt Illouz nahe, haben viele Menschen heute vergessen, was Liebe eigentlich ausmacht. Was also ist Liebe? Wir wollen, inspiriert von Eva Illouz, danach fragen und uns darüber austauschen.

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  • Einsamkeit – philosophische Perspektiven gestern und heute

    Salon

    So, 17.5.2026  – Praxis Bedenk-zeit – 14.00 bis 18.00 Uhr

    Heroismus oder Abgrund? Wer Geschmack an der Einsamkeit findet, gilt vielen als Sonderling oder gar Menschenfeind. Der Rückzug vom Trubel der Welt kann so provozierend wirken wie die Nahrungsverweigerung an üppig gedeckter Tafel. Verzicht verstößt gegen die Regeln der heutigen Genuss- und Konsumgesellschaft. Und dennochist Verzicht schwer angreifbar, weil Selbstbeherrschung und Willensstärke durchaus als Qualitäten gelten.

    Seit jeher verbindet man zahlreiche Versprechen mit dem Weg der Einsamkeit, z.B.: Selbsterkenntnis durch innere Einkehr, Befreiung von Fremdherrschaft und manipulativer Außenlenkung, Regeneration der Seele zur Bewältigung zukünftiger Lebenserfordernisse, Entfaltung kreativer Fähigkeiten. In der Vergangenheit galt sie als Königsweg zur Erlangung wahrhafter Frömmigkeit und göttlicher Offenbarung. Die moderne Gesellschaft zeigt eine besondere Dynamik: Während Menschen einerseits in zunehmendem Maße vereinsamen, verlieren sie sich anderseits in agitierter Geschäftigkeit. Überfluss und Mangel an Einsamkeit sind gleichermaßen Kennzeichen der Gegenwart. Deshalb wäre zu fragen:

    Wie ist der Zusammenhang von Einsamkeit und menschlicher Selbstwerdung philosophisch zu bestimmen?

    Wo liegen die Grenzlinien zwischen Einsamkeit, Alleinsein und Vereinsamung?

    Ist Alleinsein als neue Lebensform zu propagieren, wie es häufig geschieht? Oder unterliegen wir damit dem Sog einer ichfixierten, ja narzisstischen Gesellschaft?

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  • Vom „Menschen ohne Welt“ zur „Welt ohne Menschen“

    Bernd Bösel und Heidemarie Bennent-Vahle: Salon – Günther Anders

    So, 29.03.2026 – Praxis Bedenk-zeit – 14 bis 18 Uhr

    „Derzeit erlebt das Denken von Günther Anders (1902-1992) eine Renaissance. Sein zweibändiges Hauptwerk Die Antiquiertheit des Menschen (1956 und 1980) ist ein Klassiker der Technik- und Medienkritik. Viele seiner Analysen lassen sich mühelos auf heutige Verhältnisse übertragen, insbesondere auf die Umweltzerstörung, die Klimakrise und die Auswirkungen des übermäßigen Gebrauchs digitaler Medien. Sie erhellen unsere Existenz im >Weltzustand Technik< und inspirieren durch seine Kunst, allgemeinverständlich zu philosophieren und dabei auf akademische Fachsprache fast vollständig zu verzichten.“ (Bernd Bösel)

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  • Wege ins Denken. Wie wir in unsicheren Zeiten Orientierung finden

    Dr. Ina Schmidt

    Do, 26.02.26 — 19 Uhr

    Wir leben in unsicheren Zeiten, alles scheint in Frage oder auf dem Prüfstand zu stehen, das Alte trägt nicht mehr und das Neue ist noch nicht greifbar – wir brauchen Ideen, Narrative und Konzepte, um den Raum dazwischen zu gestalten. Übergänge sichtbar zu machen.

    Kaum eine Disziplin ist darin so geübt wie die Philosophie, aber auch das philosophische Denken braucht die Begegnung mit „dem Anderen“, dem Neuen. Ein Denken, das sich selbst als ein körperliches, sinnliches versteht und darin gerade in den emotionalen Debatten der Gegenwart für Differenzierung, Kontext und Klärung sorgt – also andere Schritte möglich macht und so Orientierung bietet, wo wir sie vielleicht gar nicht erwartet haben.

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