-
Elemente einer Ethik der Kooperation
Dr. Pascal Delhom: Vortrag und Diskussion
Do, 27.11.25 – Frankenburg, 19 Uhr
Eine Ethik der Kooperation bedeutet einerseits, dass Kooperation eine wertvolle Art des Handelns ist, die erstrebenswert ist, sei es auf der Mikroebene einer etwa von Richard Sennett beschriebenen Werkstatt, sei es auf der Makroebene einer politischen Organisation wie die OSZE oder dazwischen. Sie stellt andererseits die Frage nach Bedingungen einer gelungenen Kooperation im Sinne von Normen und durchaus auch von Tugenden. Sie versteht hierbei Kooperation nicht nur im engen Sinne einer bloßen Handlungsform, sondern unter Einbeziehung von Einstellungen, Praktiken und Institutionen. Der Vortrag wird sich auf einige Bedingungen der Kooperation konzentrieren, etwa Vertrauen und verdiente Autorität.
Zur Person: Dr. habil. Pascal Delhom ist akademischer Rat an der Europa-Universität Flensburg. Er hat französische Literatur und Philosophie in Genf studiert, promovierte in Bochum mit einer Arbeit über den Dritten bei Emmanuel Levinas, habilitierte an der Europa-Universität Flensburg mit einer kumulativen Arbeit über erlittene Gewalt und die Forderung nach Frieden. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Philosophie Emmanuel Levinas‘, eine Phänomenologie der erlittenen Gewalt und der Verletzung, und eine Philosophie des Friedens aus historischer und systematischer Perspektive.
(Nähere Infos erscheinen demnächst auf der Website der Frankenburg, werden aber auch noch einmal von mir mitgeteilt.)
Anmeldung per E-Mail unter: info[at]frankenbuerger.de
-
Julien Offray de La Mettrie – ein besonderes Plädoyer für Sinnlichkeit und Lebensfreude
Heidemarie Bennent-Vahle: Philosophischer Salon – Impulsvortrag und gemeinsames Gespräch
So, 9.11.2025 – Praxis Bedenk-zeit, 14 Uhr bis 18 Uhr
Der 1709 in St. Malo geborene Arzt und Philosoph Julien Offray de La Mettrie galt in seiner Zeit als enfant terrible — als Quergeist und Unruhestifter.
Lange wurde das Werk dieses schillernden Aufklärers, den man als kruden Materialisten und Nihilisten abstempelte, nicht hinreichend gewürdigt. Doch besonders sein Buch Über das Glück oder das höchste Gut (>Anti-Seneca<), das eine Kritik des Stoizismus bietet, lässt ihn als außergewöhnlichen und sensiblen Denker hervortreten lässt — seiner Zeit weit voraus.
La Mettries Sicht auf den Menschen, die Hass und Häme bei seinen Zeitgenossen provozierte, lässt ein zukunftsweisendes Potential erkennen und liefert bis heute höchst aufschlussreiche Denkanstöße.
Anmeldung per E-Mail unter: heidi.bennent[at]belgacom.net
-
Warum sollen wir dankbar sein?
Dietlinde Schmalfuß-Plicht: Philosophischer Salon
Fr, 31.10.25 – Praxis Bedenk-zeit 18 Uhr bis ca. 22 Uhr
Im menschlichen Beziehungsgefüge hat Dankbarkeit einen gesellschaftlichen Wert.
Ist Dankbarkeit eine antrainierte Kulturtechnik oder eine Herzensangelegenheit? Ist sie eine selbstverständliche Pflicht oder Ausdruck der Wertschätzung einem anderen gegenüber? Ist sie gar eine Haltung?
Im Salon wollen wir nachdenken, ob dieser Wert Disposition, Emotion oder etwa eine moralische Norm ist.
Zur Person: Dietlinde Schmalfuß-Plicht (*1963), M.A. Nach Beendigung des Studiums der Literaturwissenschaft und Philosophie an der FernUni Hagen eröffnete sie 2009 die Philosophische Praxis MILAN in Erfurt. Schwerpunkte: Philosophische Einzelgespräche, Philosophische Gesprächskreise, Philosophieren mit Kindern, stete philosophische Auseinandersetzung mit dem Themenfeld „Sterben, Tod und Trauer“, Begleitung Trauernder, Vortragstätigkeit. Sie ist die Vorstandsvorsitzende des Berufsverbandes für Philosophische Praxis (BV-PP), Projektleiterin und Dozentin des „Bildungsgang Philosophische Praxis“ des BV-PP sowie Mitglied der Internationalen Gesellschaft für Philosophische Praxis (IGPP). Dietlinde Schmalfuß-Plicht ist Mitherausgeberin des „Jahrbuch der Internationalen Gesellschaft für Philosophische Praxis“.
Anmeldung per E-Mail unter: heidi.bennent[at]belgacom.net
-
Warum philosophieren?
Dietlinde Schmalfuß-Plicht: Vortrag und Diskussion
Do, 30.10.25 – Frankenburg, Beginn: 19 Uhr
In diesem Vortrag wird der Wert des Philosophierens betrachtet, Philosophieren als tätige Weisheitsliebe, die uns aus dem Alltagsbewusstsein heraustreten lässt.
Die Frage lautet: Was macht die Philosophie im Elfenbeinturm? Sie gehört doch auf die Agora, auf den Markt!
Denn auf dem Markt treffen Menschen aufeinander. Sie können miteinander sprechen, disputieren, sich austauschen, interaktiv in Beziehung treten. Auf dem Markt begegnen uns die „Choses de la vie“ – die Dinge des Lebens – das, was die Menschen umtreibt, das, was sie be- und hinterfragen möchten, das, was sie voneinander trennt und das, was sie verbindet.
(Nähere Informationen erscheinen demnächst auf der Website der Frankenburg)
Anmeldung per E-Mail unter: info[at]frankenbuerger.de
-
Heimatweh – eine philosophische Erzählung
Gespräch mit Prof. Dr. Alfred Hirsch: Buchvorstellung und Diskussion
Do, 18.09.25 – Frankenburg, Beginn: 19 Uhr
Es scheint, als sei uns die Heimat um willen der Heimatlosen gegeben.
Erst der Verlust, der Schwund oder die Zerstörung der Heimat stiften die besondere Sehnsucht der fortan Heimatfernen. Bereits die Geschichte des Wortes Heimat und später seine massenmediale Feier weisen darauf hin, dass der Heimat eine herausragende Bedeutung zugesprochen wird, wenn sie den Menschen durch Flucht und Vertreibung entrissen wird. So wie die vertraute Lebenswelt sich erst im mehr oder weniger bewussten Kontakt mit dem Fremden offenbart, so taucht Heimat erst durch die unterschiedlichsten Formen der Entheimatung auf.Prof. Dr. Alfred Hirsch lehrt Philosophie an der Universität Witten-Herdecke.
Anmeldung per E-Mail unter: info[at]frankenbuerger.de
Weitere Infos: »Heimatweh, eine philosophische Erzählung«Prof. Dr. Alfred Hirsch – Burg Frankenberg