Vergangene Veranstaltungen

  • Brauchen wir ein neues Ethos?

    Heidemarie Bennent-Vahle: Philosophischer Salon

    So, 14.09.25 – Praxis Bedenk-zeit, 14 Uhr bis ca. 18 Uhr

    Der Philosoph Martin Scherer plädiert für eine neue Kultur taktvoller Umgangsformen. Angesichts des rüden Tons voller Angriffslust und Zudringlichkeit in weiten Teilen der Gesellschaft wird dies zu einem höchst wichtigen Anliegen. Diese Notwendigkeit wird nochmals verstärkt, wenn man sich mit neueren Erkenntnissen zur menschlichen Emotionalität befasst, wie sie etwa von der Neurologin Lisa Feldmann Barrett vorgelegt werden.

    Im Blick auf gelingende Beziehungen ist es unumgänglich, einmal grundlegend über das Zusammenspiel von Nähe und Distanz nachzudenken.

    Nach einem kurzen Impulsvortrag meinerseits, der einige Thesen Feldmann-Barretts  vorstellt, soll ein gemeinsames Gespräch zu Scherers Buch angeregt werden, das ich auf ‚Ethik Heute‘ rezensiert habe: Mehr Höflichkeit und Taktgefühl | Ethik Heute

    Anmeldung per E-Mail unter: heidi.bennent[at]belgacom.net

  • „Lachen und Weinen – Heiterkeit und Melancholie“

    Heidemarie Bennent-Vahle: Philosophischer Salon

    So, 15.06.25 – Praxis Bedenk-zeit, 14 Uhr bis ca. 18 Uhr (vielleicht im Garten)

    Im Anschluss an das Thema ‚Humor‘, das wir im Dezember thematisiert haben, werden wir den Schwerpunkt nun auf die Melancholie legen. Wir werden der Frage nachgehen, ob bestimmte Formen der Traurigkeit, die oftmals als Depression ausgelegt werden, nicht vielmehr Ausdruck einer spezifischen existenziellen Hellhörigkeit sind, für die unsere Zeit kaum mehr ein Gehör ausbildet.

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  • Zur Technopolitik der Digitalisierung: ein kritischer Debattenüberblick

    Do, 22.05.25 – Bernd Bösel: Vortrag und Diskussion Frankenburg, Beginn: 19 Uhr

    Sie lässt sich nicht aufhalten, auch wenn sie das Leben inzwischen nicht mehr wirklich erleichtert: die Digitalisierung, also der Prozess des Umstellens aller Lebensaspekte auf automatisierte Datenbearbeitung mittels Rechenmaschinen. Dabei stehen viele Probleme der Gegenwart in engem Zusammenhang mit ihr: die politische Radikalisierung, die Verbreitung von Propaganda, Fake News und sinnlosem »Content«, die Zunahme an Depressivität unter Jugendlichen und Einsamkeit unter Älteren, der Datenmissbrauch und andere, neue Formen der Kriminalität – und nicht zuletzt der Klimawandel aufgrund des immensen Energieverbrauchs. Der Vortrag wird einen Überblick über die Kritik geben, die derzeit in der Philosophie, Soziologie und Medienwissenschaft artikuliert wird, und danach fragen, wie eine progressive »Technopolitik« der Digitalisierung aussehen könnte.

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  • Was ist der Mensch? Das neue Menschenbild im kritischen Posthumanismus

    Vortrag und Diskussion – Cornelia Mooslechner-Bruell

    Fr, 04.04.25 – Praxis Bedenk-zeit, 18 Uhr bis ca. 22 Uhr

    Der Mensch stand lange im Zentrum des Denkens – doch was passiert, wenn wir ihn nicht mehr isoliert betrachten, sondern als Teil eines dynamischen Geflechts aus Technik, Natur und nicht-menschlichen Akteuren? Der kritische Posthumanismus fordert uns dazu auf, über den dualistischen Gegensatz von Mensch und Welt hinauszudenken. In diesem Gespräch untersuchen wir, wie Denkerinnen wie Rosi Braidotti und Jane Bennett das Menschenbild neu denken und welche Konsequenzen es hätte, Verbundenheit, Materie und nicht-menschliche Agency wirklich ernst zu nehmen.

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  • Demokratie neu denken: Radikale Demokratietheorien als Antwort auf aktuelle Herausforderungen

    Do, 03.04.25 – Cornelia Mooslechner-Bruell: Vortrag und Diskussion Frankenburg, Beginn: 19:00

    In einer Zeit, die von gesellschaftlicher Polarisierung, wachsendem Populismus und globalen Krisen geprägt ist, steht die Demokratie vor grundlegenden Fragen ihrer Legitimität und Handlungsfähigkeit. Dieser Vortrag lädt dazu ein, die Demokratie aus der Perspektive radikaler Demokratietheorien neu zu denken. Im Zentrum stehen Thesen, die von Vertreter:innen wie Chantal Mouffe, Ernesto Laclau und Jacques Rancière entwickelt wurden: Demokratie ist kein statisches System, sondern ein dynamischer Raum der Auseinandersetzung, in dem Konflikte nicht unterdrückt, sondern produktiv gestaltet werden müssen. Mouffe betont etwa die Bedeutung des „agonalen Pluralismus“, bei dem Differenzen nicht als Bedrohung, sondern als essenziell für das demokratische Leben verstanden werden. Rancière ruft dazu auf, die bestehenden Machtverhältnisse kritisch zu hinterfragen und Demokratie als einen Prozess der Gleichheit und Emanzipation neu zu begreifen.

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