Vergangene Veranstaltungen

Die Krise der Erziehung – Was ist Autorität?

Heidemarie Bennent-Vahle: Salon zu Hannah Arendt

So, 8.2.2026  – Praxis Bedenk-zeit – 14 bis 18 Uhr

2026 ist der 120. Geburtstag von Hannah Arendt. Nachdem wir schon im Dezember ihre Philosophie thematisierte haben, möchte ich nochmals einen Salon anschließen, der Arendts Einschätzung der menschlichen Situation noch weiter entfalten und vertiefen kann.

Infos zur vorhergegangenen Veranstaltung finden Sie hier: Veranstaltung – Denken ohne Geländer oder ein Denken der Pluralität

Anmeldung per E-Mail unter: heidi.bennent[at]belgacom.net

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Das Haus der Gefühle

Prof. Dr. Harald Welzer

Fr, 30.01.26 — 19 Uhr

Wir wohnen in unseren Gefühlen wie in Häusern. Unsere inneren Landschaften sind es, die unsere Weltbeziehungen ausbilden und unsere Entscheidungen prägen, Sicherheit geben oder Ängste auslösen.

Wenn gewohnte Sicherheiten bröckeln, eine als gegeben vorausgesetzte Welt verschwindet, verunsichert das die Menschen zutiefst, ohne dass sie recht wissen, warum. Das nutzen Antidemokraten aus und schüren Angst, denn Demokratie setzt Vertrauen, Sicherheit und Zuversicht voraus. Aber das sind Gefühle und nichts, was man rational erlernt oder erklärt bekommen hat. Sie müssen gelebt werden, vital erworben worden sein in der Wirklichkeit. Erst das erlaubt ein Gefühl von Beheimatung und Zukunftsvertrauen.

Weiterlesen „Das Haus der Gefühle“ →
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„Denken ohne Geländer“ oder ein Denken der Pluralität

Vortrag und Diskussion – Hannah Arendt

Ich lade ein zu einer Veranstaltung am 13.12.25, Beginn 18.30 Uhr

Das Todesdatum der großen Philosophin (die sich nie als solche bezeichnete) liegt nun schon 50 Jahre zurück. Aktuell wird ihrer auf vielfache Weise gedacht.

Immer wieder haben auch mich die Werke Arendts inspiriert. Im Anschluss an einen Vortrag wollen wir gemeinsam darüber nachdenken und diskutieren, wie Arendt die politische Dimension mit dem Wesenskern des Menschen verknüpft sieht.

Anmeldung per E-Mail unter: heidi.bennent[at]belgacom.net

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Elemente einer Ethik der Kooperation

Dr. Pascal Delhom: Vortrag und Diskussion

Do, 27.11.25 – Frankenburg, 19 Uhr

Eine Ethik der Kooperation bedeutet einerseits, dass Kooperation eine wertvolle Art des Handelns ist, die erstrebenswert ist, sei es auf der Mikroebene einer etwa von Richard Sennett beschriebenen Werkstatt, sei es auf der Makroebene einer politischen Organisation wie die OSZE oder dazwischen. Sie stellt andererseits die Frage nach Bedingungen einer gelungenen Kooperation im Sinne von Normen und durchaus auch von Tugenden. Sie versteht hierbei Kooperation nicht nur im engen Sinne einer bloßen Handlungsform, sondern unter Einbeziehung von Einstellungen, Praktiken und Institutionen. Der Vortrag wird sich auf einige Bedingungen der Kooperation konzentrieren, etwa Vertrauen und verdiente Autorität.

Zur Person: Dr. habil. Pascal Delhom ist akademischer Rat an der Europa-Universität Flensburg. Er hat französische Literatur und Philosophie in Genf studiert, promovierte in Bochum mit einer Arbeit über den Dritten bei Emmanuel Levinas, habilitierte an der Europa-Universität Flensburg mit einer kumulativen Arbeit über erlittene Gewalt und die Forderung nach Frieden. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Philosophie Emmanuel Levinas‘, eine Phänomenologie der erlittenen Gewalt und der Verletzung, und eine Philosophie des Friedens aus historischer und systematischer Perspektive.

(Nähere Infos erscheinen demnächst auf der Website der Frankenburg, werden aber auch noch einmal von mir mitgeteilt.)

Anmeldung per E-Mail unter: info[at]frankenbuerger.de

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Julien Offray de La Mettrie – ein besonderes Plädoyer für Sinnlichkeit und Lebensfreude

Heidemarie Bennent-Vahle: Philosophischer Salon – Impulsvortrag und gemeinsames Gespräch

So, 9.11.2025 – Praxis Bedenk-zeit, 14 Uhr bis 18 Uhr

Der 1709 in St. Malo geborene Arzt und Philosoph Julien Offray de La Mettrie galt in seiner Zeit als enfant terrible — als Quergeist und Unruhestifter.

Lange wurde das Werk dieses schillernden Aufklärers, den man als kruden Materialisten und Nihilisten abstempelte, nicht hinreichend gewürdigt. Doch besonders sein Buch Über das Glück oder das höchste Gut (>Anti-Seneca<), das eine Kritik des Stoizismus bietet, lässt ihn als außergewöhnlichen und sensiblen Denker hervortreten lässt — seiner Zeit weit voraus.

La Mettries Sicht auf den Menschen, die Hass und Häme bei seinen Zeitgenossen provozierte, lässt ein zukunftsweisendes Potential erkennen und liefert  bis heute höchst aufschlussreiche Denkanstöße.

Anmeldung per E-Mail unter: heidi.bennent[at]belgacom.net

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Warum sollen wir dankbar sein?

Dietlinde Schmalfuß-Plicht: Philosophischer Salon

Fr, 31.10.25 – Praxis Bedenk-zeit 18 Uhr bis ca. 22 Uhr

Im menschlichen Beziehungsgefüge hat Dankbarkeit einen gesellschaftlichen Wert.

Ist Dankbarkeit eine antrainierte Kulturtechnik oder eine Herzensangelegenheit? Ist sie eine selbstverständliche Pflicht oder Ausdruck der Wertschätzung einem anderen gegenüber? Ist sie gar eine Haltung?

Im Salon wollen wir nachdenken, ob dieser Wert Disposition, Emotion oder etwa eine moralische Norm ist.

Zur Person: Dietlinde Schmalfuß-Plicht (*1963), M.A. Nach Beendigung des Studiums der Literaturwissenschaft und Philosophie an der FernUni Hagen eröffnete sie 2009 die Philosophische Praxis MILAN in Erfurt. Schwerpunkte: Philosophische Einzelgespräche, Philosophische Gesprächskreise, Philosophieren mit Kindern, stete philosophische Auseinandersetzung mit dem Themenfeld „Sterben, Tod und Trauer“, Begleitung Trauernder, Vortragstätigkeit. Sie ist die Vorstandsvorsitzende des Berufsverbandes für Philosophische Praxis (BV-PP), Projektleiterin und Dozentin des „Bildungsgang Philosophische Praxis“ des BV-PP sowie Mitglied der Internationalen Gesellschaft für Philosophische Praxis (IGPP). Dietlinde Schmalfuß-Plicht ist Mitherausgeberin des „Jahrbuch der Internationalen Gesellschaft für Philosophische Praxis“.

www.philosophie-milan.de

Anmeldung per E-Mail unter: heidi.bennent[at]belgacom.net

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Warum philosophieren?

Dietlinde Schmalfuß-Plicht: Vortrag und Diskussion

Do, 30.10.25 – Frankenburg, Beginn: 19 Uhr

In diesem Vortrag wird der Wert des Philosophierens betrachtet, Philosophieren als tätige Weisheitsliebe, die uns aus dem Alltagsbewusstsein heraustreten lässt.

Die Frage lautet: Was macht die Philosophie im Elfenbeinturm? Sie gehört doch auf die Agora, auf den Markt!

Denn auf dem Markt treffen Menschen aufeinander. Sie können miteinander sprechen, disputieren, sich austauschen, interaktiv in Beziehung treten. Auf dem Markt begegnen uns die „Choses de la vie“ – die Dinge des Lebens – das, was die Menschen umtreibt, das, was sie be- und hinterfragen möchten, das, was sie voneinander trennt und das, was sie verbindet.

(Nähere Informationen erscheinen demnächst auf der Website der Frankenburg)

Anmeldung per E-Mail unter: info[at]frankenbuerger.de

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Heimatweh – eine philosophische Erzählung

Gespräch mit Prof. Dr. Alfred Hirsch: Buchvorstellung und Diskussion

Do, 18.09.25 – Frankenburg, Beginn: 19 Uhr

Es scheint, als sei uns die Heimat um willen der Heimatlosen gegeben.
Erst der Verlust, der Schwund oder die Zerstörung der Heimat stiften die besondere Sehnsucht der fortan Heimatfernen. Bereits die Geschichte des Wortes Heimat und später seine massenmediale Feier weisen darauf hin, dass der Heimat eine herausragende Bedeutung zugesprochen wird, wenn sie den Menschen durch Flucht und Vertreibung entrissen wird. So wie die vertraute Lebenswelt sich erst im mehr oder weniger bewussten Kontakt mit dem Fremden offenbart, so taucht Heimat erst durch die unterschiedlichsten Formen der Entheimatung auf.

Prof. Dr. Alfred Hirsch lehrt Philosophie an der Universität Witten-Herdecke.

Anmeldung per E-Mail unter: info[at]frankenbuerger.de

Weitere Infos: »Heimatweh, eine philosophische Erzählung«Prof. Dr. Alfred Hirsch – Burg Frankenberg

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Brauchen wir ein neues Ethos?

Heidemarie Bennent-Vahle: Philosophischer Salon

So, 14.09.25 – Praxis Bedenk-zeit, 14 Uhr bis ca. 18 Uhr

Der Philosoph Martin Scherer plädiert für eine neue Kultur taktvoller Umgangsformen. Angesichts des rüden Tons voller Angriffslust und Zudringlichkeit in weiten Teilen der Gesellschaft wird dies zu einem höchst wichtigen Anliegen. Diese Notwendigkeit wird nochmals verstärkt, wenn man sich mit neueren Erkenntnissen zur menschlichen Emotionalität befasst, wie sie etwa von der Neurologin Lisa Feldmann Barrett vorgelegt werden.

Im Blick auf gelingende Beziehungen ist es unumgänglich, einmal grundlegend über das Zusammenspiel von Nähe und Distanz nachzudenken.

Nach einem kurzen Impulsvortrag meinerseits, der einige Thesen Feldmann-Barretts  vorstellt, soll ein gemeinsames Gespräch zu Scherers Buch angeregt werden, das ich auf ‚Ethik Heute‘ rezensiert habe: Mehr Höflichkeit und Taktgefühl | Ethik Heute

Anmeldung per E-Mail unter: heidi.bennent[at]belgacom.net

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„Lachen und Weinen – Heiterkeit und Melancholie“

Heidemarie Bennent-Vahle: Philosophischer Salon

So, 15.06.25 – Praxis Bedenk-zeit, 14 Uhr bis ca. 18 Uhr (vielleicht im Garten)

Im Anschluss an das Thema ‚Humor‘, das wir im Dezember thematisiert haben, werden wir den Schwerpunkt nun auf die Melancholie legen. Wir werden der Frage nachgehen, ob bestimmte Formen der Traurigkeit, die oftmals als Depression ausgelegt werden, nicht vielmehr Ausdruck einer spezifischen existenziellen Hellhörigkeit sind, für die unsere Zeit kaum mehr ein Gehör ausbildet.

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