Vergangene Veranstaltungen

  • Zur Technopolitik der Digitalisierung: ein kritischer Debattenüberblick

    Do, 22.05.25 – Bernd Bösel: Vortrag und Diskussion Frankenburg, Beginn: 19 Uhr

    Sie lässt sich nicht aufhalten, auch wenn sie das Leben inzwischen nicht mehr wirklich erleichtert: die Digitalisierung, also der Prozess des Umstellens aller Lebensaspekte auf automatisierte Datenbearbeitung mittels Rechenmaschinen. Dabei stehen viele Probleme der Gegenwart in engem Zusammenhang mit ihr: die politische Radikalisierung, die Verbreitung von Propaganda, Fake News und sinnlosem »Content«, die Zunahme an Depressivität unter Jugendlichen und Einsamkeit unter Älteren, der Datenmissbrauch und andere, neue Formen der Kriminalität – und nicht zuletzt der Klimawandel aufgrund des immensen Energieverbrauchs. Der Vortrag wird einen Überblick über die Kritik geben, die derzeit in der Philosophie, Soziologie und Medienwissenschaft artikuliert wird, und danach fragen, wie eine progressive »Technopolitik« der Digitalisierung aussehen könnte.

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  • Was ist der Mensch? Das neue Menschenbild im kritischen Posthumanismus

    Vortrag und Diskussion – Cornelia Mooslechner-Bruell

    Fr, 04.04.25 – Praxis Bedenk-zeit, 18 Uhr bis ca. 22 Uhr

    Der Mensch stand lange im Zentrum des Denkens – doch was passiert, wenn wir ihn nicht mehr isoliert betrachten, sondern als Teil eines dynamischen Geflechts aus Technik, Natur und nicht-menschlichen Akteuren? Der kritische Posthumanismus fordert uns dazu auf, über den dualistischen Gegensatz von Mensch und Welt hinauszudenken. In diesem Gespräch untersuchen wir, wie Denkerinnen wie Rosi Braidotti und Jane Bennett das Menschenbild neu denken und welche Konsequenzen es hätte, Verbundenheit, Materie und nicht-menschliche Agency wirklich ernst zu nehmen.

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  • Demokratie neu denken: Radikale Demokratietheorien als Antwort auf aktuelle Herausforderungen

    Do, 03.04.25 – Cornelia Mooslechner-Bruell: Vortrag und Diskussion Frankenburg, Beginn: 19:00

    In einer Zeit, die von gesellschaftlicher Polarisierung, wachsendem Populismus und globalen Krisen geprägt ist, steht die Demokratie vor grundlegenden Fragen ihrer Legitimität und Handlungsfähigkeit. Dieser Vortrag lädt dazu ein, die Demokratie aus der Perspektive radikaler Demokratietheorien neu zu denken. Im Zentrum stehen Thesen, die von Vertreter:innen wie Chantal Mouffe, Ernesto Laclau und Jacques Rancière entwickelt wurden: Demokratie ist kein statisches System, sondern ein dynamischer Raum der Auseinandersetzung, in dem Konflikte nicht unterdrückt, sondern produktiv gestaltet werden müssen. Mouffe betont etwa die Bedeutung des „agonalen Pluralismus“, bei dem Differenzen nicht als Bedrohung, sondern als essenziell für das demokratische Leben verstanden werden. Rancière ruft dazu auf, die bestehenden Machtverhältnisse kritisch zu hinterfragen und Demokratie als einen Prozess der Gleichheit und Emanzipation neu zu begreifen.

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  • Gefühle und die Selbstsorge als Tugendkultur

    Do, 13.03.25 – Heidemarie Bennent-Vahle: Vortrag und Diskussion Frankenburg, Beginn: 19 Uhr

    Emotionalisierung steht im Fokus aktueller politischer Geschehnisse. Ebenso setzen allgegenwärtige Tendenzen zur Selbstoptimierung auf einen strategischen Umgang mit Gefühlen. Was bedeutet dies für unser soziales Mit-einander? Brauchen wir nicht eine intensivierte emotionale Selbstkultur, um den gesellschaftlichen Heraus-forderungen im digitalen Zeitalter adäquat begegnen zu können? – Im Vortrag wird dargelegt, wie wichtig eine Neuausrichtung der Selbstsorge für den sozialen Zusammenhalt und die Aufrechterhaltung demokratischer Strukturen geworden ist.

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  • „Lachen und Weinen – über die Nähe von Heiterkeit und Melancholie“

    08.12.24 – Praxis bedenk-zeit, Haus Rue Graet, 14 Uhr bis 18 Uhr

    Philosophischer Salon

    Die Veranstaltung findet im Haus Rue Graet statt, Beginn 14.00 Uhr – Ende ca. 18.00 Uhr. Die Kosten für eine Buchung des Treffens (inkl. Getränke und Gebäck) betragen 25 Euro. (15 Euro für Schüler, Studenten, Arbeitslose).

    Anmeldungen sollten möglichst bald telefonisch (0032/87/763066) oder per e-mail (post@bedenk-zeit.de bzw. heidi.bennent@belgacom.net) erfolgen. Die Anfragen werden umgehend bestätigt.