Salon zu Eva Illouz
So, 21.06.26 – Praxis Bedenk-zeit – 14.00 bis 18.00 Uhr
In ihrem Buch „Warum Liebe weh tut“ liefert Eva Illouz eine äußerst beeindruckende und scharfsinnige Analyse der Liebe in der Gegenwartszeit. Sie zeigt uns, wie und warum im Zuge der Modernisierung ganz neuartige Qualen der Liebe entstanden sind, Qualen, denen wir durch psychologisch versierte Methoden zu entrinnen suchen. Wir sezieren und erklären unsere Gefühle, bis sie sich in Wohlgefallen aufgelöst haben. Wir berechnen, dosieren, durchleuchten und kontrollieren die Liebe, bis sie einem ökonomischen Nutzenkalkül sehr ähnlich geworden ist. Wir fühlen uns sexuell befreit und unterwerfen uns doch zugleich den oberflächlichen Bewertungsrastern sexueller Attraktivität. Am Ende aber, im Falle des Scheiterns, stehen wir mehr denn je als ganze Person auf dem Prüfstand. Vielleicht aber, so legt Illouz nahe, haben viele Menschen heute vergessen, was Liebe eigentlich ausmacht. Was also ist Liebe? Wir wollen, inspiriert von Eva Illouz, danach fragen und uns darüber austauschen.
Anmeldung: heidi.bennent[at]belgacom.net