Vergangene Veranstaltungen

„Zwischen Natur und Zukunft“  (Philosophie/Natur/Tanz)

13.10.24 – 15:00 Uhr – Burg Frankenberg

Abschlussveranstaltung  des Projektes „Eurovisionen – Gedankenwandeln“ mit Natalie Knapp zum Thema „Planetares Denken“.

Wie wir mit dem Planeten denken lernen Planetares Denken bedeutet, unsere menschliche Intelligenz wieder mit der Intelligenz aller anderen Lebensformen zusammenschließen. Um dazu in der Lage zu sein, müssen wir besser verstehen, was wir genau tun, wenn wir denken. Denken heißt zuallererst: Wahrnehmungen ordnen. Jede Kulturepoche, jeder Kulturkreis, jedes Individuum und jede Spezies ordnet ankommende Sinnesreize nach anderen Regeln und Mustern und kommt dadurch zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen und Erkenntnissen über die Welt.

Dieser Vortrag macht verstehbar und auch unmittelbar erlebbar, welche Axiome und Ordnungsprinzipien unser europäisches Denken ausmachen und warum wir nur dann zu angemessenen Lösungen für den gesamten Planeten beitragen können, wenn wir auch andere Intelligenzformen erkennen und mit ihren Fähigkeiten kooperieren.  Seien es Denkformen anderer Kulturen oder die Ordnungsprinzipien der Mikroorganismen, Pilze, Gletschersysteme oder Ameisen. Damit wir in Zukunft Lösungen finden, die das gesamte Netzwerk des Lebens erfassen und stabilisieren können.

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Peter Vollbrecht: „Die Rechte der Natur – eine Innovation der Umweltbewegung“

05.09.24 – Einlass 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr – Burg Frankenberg: Vortrag

Im Rahmen des Projektes „Eurovisionen – Gedankenwandeln“

Im März 2021 fällte das Bundesverfassungsgericht ein wegweisendes Urteil für die künftige Klimapolitik. Und auch anderswo konfrontieren Gerichte die Regierungen mit deren umweltpolitischen Versagen. Einen innovativen Schritt haben Länder wie Bolivien, Neuseeland, Indien, selbst die USA und neuerdings auch Spanien vorgelegt. Dort wurden Rechte der Natur implementiert, die Tiere, Pflanzen, Flüsse oder andere Umweltmedien zu ökologischen Personen erklärt haben, die vor Gericht ihre Lebensinteressen einklagen können. Nichts weniger als eine Revolution des Rechtssystems kündigt sich an – der Schritt von einem anthropozentrischen zu einem biozentrischen Rechtsgedanken. Ländern mit indigenen Traditionen fällt dieser Schritt leichter als Zivilisationen, die – flankiert von religiösen und philosophischen Überlieferungen – das Weltgeschehen stets um den Menschen haben kreisen lassen. Zeitenwende, einmal anders: Europa, Du hast zu lernen!

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Bernd Bösel:  „Philosophie und Enthusiasmus“

Enthusiasmus im 21. Jahrhundert – Eine Herausforderung“

Die Philosophie wird oft als eine sehr trockene Angelegenheit dargestellt. Vergessen bleibt dabei, dass sie in der Antike auch als eine Lebensform praktiziert wurde, für die der Umgang mit den eigenen Emotionen angesichts der sozialen Umstände zentral war.

Als eine Art des „göttlichen Wahnsinns“ wurde der Enthusiasmus schon von Platon gewürdigt. Er galt als begehrenswert, weil er über den unmittelbaren Horizont hinausblicken lässt und Einblicke in die Ideen des Guten und Gerechten gewährt. Allerdings entzieht er sich den menschlichen Zugriffen auch gerne. Es braucht also eine eigene Umgangsform mit ihm. Der Enthusiasmus muss kultiviert werden, auch und gerade in den Zeiten, in denen er sich nicht von selbst einstellt. Für viele Epochen der Philosophiegeschichte und philosophische Lehren lässt sich eine solche Bemühung auch tatsächlich nachweisen.

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Natalie Knapp: „Spiritualität im 21.Jahrhundert – Eine Dehnungspraxis für den Verstand, das Herz und die Seele“

21.3.24 – Beginn: 19.00 Uhr — Frankenburg: Vortrag und Diskussion

Knapp schreibt: „In diesem Vortrag wird nicht die Religion im Mittelpunkt stehen. Es geht darum, ein sehr weites und inklusives Verständnis von Spiritualität zu entwickeln, in dem sich auch Agnostiker und Atheisten wiederfinden können. Ich verstehe Spiritualität als Möglichkeit und auch Fähigkeit eines Menschen, sich zu der größtmöglichen für ihn erfahrbaren Dimension in ein angemessenes Verhältnis zu setzen, für dieses Verhältnis einen Ausdruck finden und dafür die Verantwortung übernehmen.

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Michael Sandel „Das Ende des Gemeinwohls“

17.2.2418 Uhr bis ca. 21 Uhr

Auf der Basis eines Interviews mit dem politischen Philosophen Michael Sandel, — geführt in der Sternstunde Philosophie — zu dessen Buch

Vom Ende des Gemeinwohls. Wie die Leistungsgesellschaften unsere Demokratien zerreißen“ wollen wir einige zentrale Thesen Sandels diskutieren und der Frage nachgehen, wie den Schwierigkeiten in der aktuellen gesellschaftlichen Situation (emotionale Aufladung des öffentlichen Raumes, Polarisierung der Gesellschaft, Verlust des Gemeinsinns) begegnet werden könnte.

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Enthusiasmus im 21. Jahrhundert – Eine Herausforderung

16. November 2023 auf der Frankenburg in Aachen

Vortrag von Dr. Bernd Bösel

Die Philosophie wird oft als eine sehr trockene Angelegenheit dargestellt. Vergessen bleibt dabei, dass sie in der Antike auch als eine Lebensform praktiziert wurde, für die der Umgang mit den eigenen Emotionen angesichts der sozialen Umstände zentral war.

Als eine Art des „göttlichen Wahnsinns“ wurde der Enthusiasmus schon von Platon gewürdigt. Er galt als begehrenswert, weil er über den unmittelbaren Horizont hinausblicken lässt und Einblicke in die Ideen des Guten und Gerechten gewährt. Allerdings entzieht er sich den menschlichen Zugriffen auch gerne. Es braucht also eine eigene Umgangsform mit ihm. Der Enthusiasmus muss kultiviert werden, auch und gerade in den Zeiten, in denen er sich nicht von selbst einstellt. Für viele Epochen der Philosophiegeschichte und philosophische Lehren lässt sich eine solche Bemühung auch tatsächlich nachweisen.

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Auf Spurensuche. Philosophinnen der griechischen Antike

19. Oktober 2023 auf der Frankenburg in Aachen

Vortrag von Prof. Dr. Maria Nühlen

Die Geschichtsbücher berichten uns von weisen Männern alter Zeit, von großen Philosophen, die wesentlich die Geschichte des Abendlandes beeinflussten. Sie schweigen von den Frauen, die nachdachten und lehrten, schrieben und ebenfalls die Werte und das gesellschaftliche Miteinander in unserem Kulturraum prägten.

Die Namen und Werke der Frauen, Kleobuline und Phemonoe, Theano und Aisara, Arete und Pamphila, es wären noch mehr aufzuzählen, verschwanden im Laufe der Geschichte. Aber es lassen sich zahlreiche Spuren finden, die uns von ihrer philosophischen Tätigkeit Zeugnis ablegen.

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Iris Murdoch – „Die Souveränität des Guten“

15. Oktober 2023

Philosophischer Salon – Praxis Rue Graet – 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Erst nach mehr als 50 Jahren wurde ein Teil der philosophischen Schriften von Iris Murdoch ins Deutsche übersetzt. Nun liegt ein überaus lesenswerter Band vor, dessen zentrale Gedanken besondere Inspirationskraft besitzen. Murdoch, die vielen als Romanautorin bekannt ist, argumentiert darin für die Idee einer übergreifenden Kraft des Guten – jenseits spezifischer Gottesbilder. Das Buch ist erfüllt von anregenden Gedanken über den Zusammenhang von Kunst und Ethik, über die besondere Bedeutung sehender Aufmerksamkeit sowie auch über die Gefahren selbstsüchtiger Verzerrungen der Realität. Nach einem kurzen Impulsvortrag lade ich auf der Basis einiger Textauszüge zur Diskussion ein.

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Zeit — Sorge und Erinnerung

3. September 2023

Philosophischer Salon – Praxis Rue Graet 1 — 14.00 Uhr bis 18-00 Uhr

Das Thema Zeit hat viele Facetten. Seit jeher ist die Zeit ein Gegenstand des Philosophierens und bestimmt das literarische Schaffen. Der menschliche Existenz ist im Wesentlichen durch Zeitlichkeit und das Bewusstsein der Endlichkeit geprägt. Man sagt sogar: Der Mensch ist Zeit. Wir kennen Phasen des Stillstandes und der Langeweile und ebenso Zeiten, in denen Stress und Getriebenheit regieren. Was aber ist Zeit? Was ist Erinnerung? In welcher Weise spielen Erinnerung und Sorge ineinander? Ausgehend von unterschiedlichen Erlebensweisen der Zeit soll uns an diesem Nachmittag vor allem die existenzielle Dimension der Zeitlichkeit beschäftigen. Bezugspunkte werden zentrale Werke der Philosophie sein, z.B. von Augustinus, Martin Heidegger, Rüdiger Safranski oder Byung Chul Han. Mit einem Impulsvortrag werde ich ins Thema einführen, wobei ein Akzent auf Fragen gelingender Lebensführung zu legen wäre.

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In blaukalter Tiefe

Praxis Bedenk-zeit, Henri-Chapelle: Sonntag, 18.06.2023, 15 bis ca. 17.30 Uhr

Lesung mit Kristina Hauff „In blaukalter Tiefe“

Ein psychologisches Kammerspiel vor der wildromantischen Kulisse der schwedischen Schären.

„Ich bin immer noch ganz atemlos. Und begeistert. Was für ein furioser Segeltörn! Ich fühle mich an reibungsstarke Beziehungsdramen wie Der Gott des Gemetzels erinnert“

IN BLAUKALTER TIEFE

Caroline und Andreas sind ein erfolgreiches Paar und beruflich voll eingespannt. Eine Segelreise in die schwedischen Schären soll ihre Beziehung wieder vertiefen. Kurzfristig aber entscheidet Andreas, seinen jüngeren Anwaltskollegen Daniel und dessen Freundin Tanja mitzunehmen. Und kaum haben sie die Küste hinter sich gelassen, geraten vermeintliche Sicherheiten ins Wanken. Die Beziehungen zeigen Risse, die im Alltag leicht zu übersehen sind. Ist Andreas noch der Mann, den Caroline einst liebte? Wie weit würde Daniel für seine Karriere gehen? Welche Geheimnisse birgt der anziehende Skipper Eric? Als das Schiff in Seenot gerät, fallen die Masken, und niemand kann den existenziellen Fragen mehr ausweichen.

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