Vergangene Veranstaltungen

Iris Murdoch – „Die Souveränität des Guten“

15. Oktober 2023

Philosophischer Salon – Praxis Rue Graet – 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Erst nach mehr als 50 Jahren wurde ein Teil der philosophischen Schriften von Iris Murdoch ins Deutsche übersetzt. Nun liegt ein überaus lesenswerter Band vor, dessen zentrale Gedanken besondere Inspirationskraft besitzen. Murdoch, die vielen als Romanautorin bekannt ist, argumentiert darin für die Idee einer übergreifenden Kraft des Guten – jenseits spezifischer Gottesbilder. Das Buch ist erfüllt von anregenden Gedanken über den Zusammenhang von Kunst und Ethik, über die besondere Bedeutung sehender Aufmerksamkeit sowie auch über die Gefahren selbstsüchtiger Verzerrungen der Realität. Nach einem kurzen Impulsvortrag lade ich auf der Basis einiger Textauszüge zur Diskussion ein.

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Zeit — Sorge und Erinnerung

3. September 2023

Philosophischer Salon – Praxis Rue Graet 1 — 14.00 Uhr bis 18-00 Uhr

Das Thema Zeit hat viele Facetten. Seit jeher ist die Zeit ein Gegenstand des Philosophierens und bestimmt das literarische Schaffen. Der menschliche Existenz ist im Wesentlichen durch Zeitlichkeit und das Bewusstsein der Endlichkeit geprägt. Man sagt sogar: Der Mensch ist Zeit. Wir kennen Phasen des Stillstandes und der Langeweile und ebenso Zeiten, in denen Stress und Getriebenheit regieren. Was aber ist Zeit? Was ist Erinnerung? In welcher Weise spielen Erinnerung und Sorge ineinander? Ausgehend von unterschiedlichen Erlebensweisen der Zeit soll uns an diesem Nachmittag vor allem die existenzielle Dimension der Zeitlichkeit beschäftigen. Bezugspunkte werden zentrale Werke der Philosophie sein, z.B. von Augustinus, Martin Heidegger, Rüdiger Safranski oder Byung Chul Han. Mit einem Impulsvortrag werde ich ins Thema einführen, wobei ein Akzent auf Fragen gelingender Lebensführung zu legen wäre.

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In blaukalter Tiefe

Praxis Bedenk-zeit, Henri-Chapelle: Sonntag, 18.06.2023, 15 bis ca. 17.30 Uhr

Lesung mit Kristina Hauff „In blaukalter Tiefe“

Ein psychologisches Kammerspiel vor der wildromantischen Kulisse der schwedischen Schären.

„Ich bin immer noch ganz atemlos. Und begeistert. Was für ein furioser Segeltörn! Ich fühle mich an reibungsstarke Beziehungsdramen wie Der Gott des Gemetzels erinnert“

IN BLAUKALTER TIEFE

Caroline und Andreas sind ein erfolgreiches Paar und beruflich voll eingespannt. Eine Segelreise in die schwedischen Schären soll ihre Beziehung wieder vertiefen. Kurzfristig aber entscheidet Andreas, seinen jüngeren Anwaltskollegen Daniel und dessen Freundin Tanja mitzunehmen. Und kaum haben sie die Küste hinter sich gelassen, geraten vermeintliche Sicherheiten ins Wanken. Die Beziehungen zeigen Risse, die im Alltag leicht zu übersehen sind. Ist Andreas noch der Mann, den Caroline einst liebte? Wie weit würde Daniel für seine Karriere gehen? Welche Geheimnisse birgt der anziehende Skipper Eric? Als das Schiff in Seenot gerät, fallen die Masken, und niemand kann den existenziellen Fragen mehr ausweichen.

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Philosophie und Bewegung – in Bewegung philosophieren

Bischöfliche Akademie Aachen, 27. 29.01.2023

Die Leitidee

Im Alltag bewegen wir uns auf eine vielfältige Weise und gestalten so unsere normalen Aktivitäten. Unser Leib kann, wenn wir ihm mit besonderer Achtsamkeit begegnen, zu einer Quelle differenzierter Entdeckungen werden. Ganz im Sinne des Philosophen Gernot Böhme („Der Leib ist die Natur, die wir selbst sind“) wollen wir in diesem Seminar unserem Leib nachspüren und darüber ins Nachdenken kommen. Als methodisches Werkzeug dient uns dabei die Kinästhetik, z.B. in der Aufmerksamkeit auf bestimmte „Leibesinseln“ (Hermann Schmitz). Wir werden erfahren, ausloten und miteinander besprechen, wohin diese Erkundungen und Reflexionen uns schließlich führen. Die Konzepte der Kinästhetik werden uns helfen, den Blick auf spezifische Leiberfahrungen zu richten. Bitte eine Decke oder Matte mitbringen.

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Philosophie und Bewegung – in Bewegung philosophieren

Evangelische Diakonissenanstalt Stuttgart, 16. 19.06.2022

Die Leitidee

Im Alltag bewegen wir uns auf eine vielfältige Weise und gestalten so unsere normalen Aktivitäten. Unser Leib kann, wenn wir ihm mit besonderer Achtsamkeit begegnen, zu einer Quelle differenzierter Entdeckungen werden. Ganz im Sinne des Philosophen Gernot Böhme („Der Leib ist die Natur, die wir selbst sind“) wollen wir in diesem Seminar unserem Leib nachspüren und darüber ins Nachdenken kommen. Als methodisches Werkzeug dient uns dabei die Kinästhetik, z.B. in der Aufmerksamkeit auf bestimmte „Leibesinseln“ (Hermann Schmitz). Wir werden erfahren, ausloten und miteinander besprechen, wohin diese Erkundungen und Reflexionen uns schließlich führen. Die Konzepte der Kinästhetik werden uns helfen, den Blick auf spezifische Leiberfahrungen zu richten. Bitte eine Decke oder Matte mitbringen.

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Eifersucht — ein auswegloses Drama?

Willi Achten und Heidemarie Bennent-Vahle

9. Juni 2022 — Burg Frankenberg — Lesung und Gespräch — 19.00 Uhr/Einlass 18.30

Willi Achtens neuer Roman Das einfache Leben erzählt eine Geschichte über die destruktive Macht der Eifersucht. Es geht um eine Emotion, die oftmals ungelüftet in den Abgründen der Seele wütet und verheerende Folgen nach sich ziehen kann. Im geschilderten Fall bricht erst in der Folgegeneration das ganze Drama auf. Die Schatten der Vergangenheit holen den Protagonisten ein und zerstören seine Wunschvorstellung von einem einfachen, naturnahen Leben in vertrauter Umgebung. Nuancenreich leuchtet der Roman das Phänomen der Eifersucht aus.

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Martin Kämpchen: Mein Leben in Indien. Zwischen den Kulturen zu Hause

Martin Kämpchen – Lesung und Gespräch

Mittwoch, 18. Mai 2022 — Philosophische Praxis Henri-Chapelle — 19 Uhr

Als Martin Kämpchen 1971 als Student zum ersten Mal nach Indien fuhr, ahnte er nicht, dass er fünfzig Jahre bleiben würde. Als Deutschlektor in Kalkutta, Student in Madras und seit 1980 als Schriftsteller und Übersetzer, Journalist und Sozialarbeiter in Santiniketan hat er viele Stationen durchlaufen.

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Über den Ort der Muße in unserem Leben – eine europäisch-indische Perspektive

Martin Kämpchen

Dienstag, 17. Mai 2022Burg Frankenberg – 19 Uhr — Vortrag und Gespräch

Muße wurde als Gegenpol zu Arbeit und Mühe schon von den alten Griechen und den christlichen Philosophen gesucht und gefordert. Nach dem Krieg hat Josef Pieper, auf Thomas von Aquin gründend, das Konzept der Muße neu belebt. In diesem Vortrag geht Martin Kämpchen der Frage nach, was in unserer modernen, digitalen Welt Muße bedeuten kann. Er vergleicht seine Beispiele mit der indischen Vorstellung von Muße und gelangt zu weiteren innovativen Gedanken zum Wert und der Gestalt der Muße heute.

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Besonnenheit – eine hochaktuelle Haltung

Heidemarie Bennent-VahlePhilosophische Praxis Henri-Chapelle

Samstag, 14. Mai 2022 — Tagesworkshop für Frauen

Koordiniert v. Carola Lehmann. Hier bitte anmelden bzw. weitere Infos erfragen, wenn Interesse besteht: 0160 – 436 18 98 — carola.lehmann@gmx.net

inkl. Mittagessen und Kaffeetrinken (Kostenspanne je nach Teilnehmerinnenzahl: 55 – 80,- Euro)

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Selbsttäuschung — Eine philosophische Analyse

Kathi Beier – Vortrag und Gespräch

Donnerstag, 28. April 2022 — Burg Frankenberg — 19 Uhr, Einlass 18.30 Uhr

Eine Person, die sich selbst täuscht, macht sich etwas glauben, von dem sie weiß oder zumindest ahnt, dass es falsch ist. Sie schafft es, wie Immanuel Kant sagt, „sich selbst blauen Dunst vorzumachen“. Wie aber ist es möglich, gegen alle verfügbaren Gründe einer Wahrheit auszuweichen?

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